Pressemitteilung Bildungswerk Vechta e.V.

Tomas Cramer stellt sein Krimidebüt „Novemberblut“ vor


 

Foto: Katharina Jording



Vechta, 21.11.2016

Es floss Blut - im November. Tomas Cramer hat sein Krimidebüt im Mütterzentrum Vechta vorgestellt. Der Autor war - zum zweiten Mal in diesem Jahr - der Einladung vom Mütterzentrum Vechta und Bildungswerk Vechta gefolgt. Die Zuhörer lauschten der spannenden Geschichte um einen Discomord in den 80er Jahren. Aufgelockert wurde die Lesung durch zahlreiche Musikeinlagen, die die Discozeit wieder lebendig werden ließen.

Ein gelungener Krimi-Abend.


 

Großes Interesse an Yeziden


 

Fotos: G. Lachner (Info-Abend Jesiden) und
Julian Wollek (Jesidenvortrag_1 und Jesidenvortrag_2)




Vechta, 24.10.2016

  • „Meine Nachbarn sind Yeziden. Deshalb bin ich hier. Wir leben doch zusammen, da sollten wir mehr voneinander wissen“. – So und ähnlich sind die Beweggründe der Teilnehmenden beim bis auf den letzten Platz gefüllten Informationsabend über „Yeziden – uralte Religion“ im Pfarrsaal von Maria Frieden. Die Menschen sind in Kontakt gekommen: über Schule, Nachbarschaft oder Flüchtlingshilfe. Sie wollen mehr wissen über diese bis vor kurzem in Deutschland noch fast unbekannte Religionsgruppe. Dies zu ermöglichen war auch das Anliegen der Veranstalter, Stephan Blömer von der Katholischen Erwachsenenbildung (KEB) Vechta und Gabriele Lachner vom FINDUS-Projekt (einem Patenprojekt für Kinder mit Migrationshintergrund).
  • Es gibt Schätzungen, dass inzwischen um die 100.000 Yeziden in Deutschland leben. Schon seit den 1970er-Jahren kamen viele als Gastarbeiter. Aber erst in Folge der seit 2014 durch den IS verübten Gräueltaten sind sie wirklich im Bewusstsein der Menschen.
  • Weltweit gibt es 1 – 1,5 Mio Yeziden, die meisten davon im Irak (ca. 600.000), in Syrien und in der Türkei.
  • Ilyas Yanc, Bildungsreferent beim Yezidischen Forum Oldenburg, vermittelte einen sehr informativen Überblick über die yezidische Religion, deren religiöse Feste und die Riten um Geburt, Heirat und Tod. Yeziden glauben an den einen Gott, der allmächtig und allwissend ist und der „der das Licht gegeben hat“. Das religiöse Zentrum der Yeziden, der Sonnentempel, befindet sich in Lalish, im Nordirak. Yezide wird man nicht, man ist es von Geburt an, wenn man zwei yezidische Eltern hat.
  • Ilyas Yanc verdeutlichte, dass vieles, was manche an Yeziden irritiert, nicht Teil der Religion ist, sondern der Kultur der Herkunftsländer. So erklären sich auch patriarchale Strukturen in neu zugezogenen yezidischen Familien. Diese verlieren sich oft nach ein oder zwei Generationen, denn es sind keine religiöse Vorschriften.
  • Yeziden sind im Laufe der Geschichte schon oft Opfer von Verfolgung und religiöser Unterdrückung geworden. Deshalb sind sie dankbar für die Sicherheit, die Deutschland den neu Angekommenen hier bietet.
  • Betroffenes Schweigen, als Holger Geisler, Pressesprecher des Zentralrats der Yeziden, die derzeit sehr bedrückende Situation der Yeziden im Shingal darstellte, aber auch in so manchem europäischen Flüchtlingslager. Deutlich formuliert er den Wunsch, dass Deutschland mehr Yeziden aufnehmen sollte, da doch eindeutig anerkannt ist, dass diese Volksgruppe derzeit Opfer eines Genozids wird.
  • Gerne stehen die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Yezidischen Forums Oldenburg zur Verfügung, wo kulturelle Vermittlung notwendig ist (Tel.: 0441 – 48 50 555, e-mail: info@yeziden.de). Auch dort, wo yezidische Jugendliche mit den traditionellen Heiratsregeln nicht mehr zurechtkommen, können sie vermittelnd unterstützen (frauen@yeziden.de). Weitere Infos unter: www.yeziden.de
  • Die Veranstalter sind sehr dankbar für diesen gelungenen Informationsabend.



v.l.n.r.: Holger Geisler (Yezidisches Forum), Stephan Blömer (Katholische Erwachsenenbildung), Ilyas Yanc, Jalal Ido (beide: Yezidisches Forum), Gabriele Lachner (Findus-Projekt)




 

Auf Abenteuerreise mit Autor Tomas Cramer


 

Fotos: Katharina Jording



Vechta, 06.04.2016

Gespannt lauschten die kleinen und großen Zuhörer den Worten des Autors Tomas Cramer. Er schaffte es, dass die Teilnehmer seiner Lesung am 6. April im Mütterzentrum Vechta mal mucksmäuschenstill waren, mal lachten und auch mal kurz die Luft anhielten. All dies gelang ihm mit den Erlebnissen aus seiner Kindheit, die er im Buch „Abenteuer zwischen Insel und Schlangenwald“ aufgeschrieben hat. Ein dreimonatiger Kuraufenthalt auf Norderney gehörte ebenso dazu wie zahlreiche Streiche, die Tomas Cramer während seiner Kindheit in Cloppenburg mit seinen Geschwistern und Freunden ausheckte.
Die Kinder lachten über die Schneebälle, die er im Sommer aus der Kühltruhe zauberte und andere Kinder damit ärgerte, die Erwachsenen dachten bei einigen Fotos des Autors etwas wehmütig an ihre eigene Kindheit mit Bonanza-Fahrrädern, Prilblumen und Schlaghosen.

Kurz gesagt: Klein und groß hatten viel Spaß beim Zuhören.

Das Bildungswerk Vechta und das Mütterzentrum Vechta hatten den Autor Tomas Cramer nach Vechta eingeladen.


  

 

Janice Jakait begeistert 75 Zuhörer in der Klosterkirche in Vechta


 

Fotos: Katharina Jording



Vechta, 06.10.2015

Janice Jakait holt alle Teilnehmer bei ihrem Vortrag am 6. Oktober 2015 mit ins Boot. 75 Zuhörer lauschten der Abenteurerin, Autorin und Umweltschützerin, im Kirchenschiff der Klosterkirche in Vechta. Alleine war sie im Jahr 2011/2012 in 90 Tagen über den Atlantik gerudert von Portimao nach Barbados. Von diesem Abenteuer in ihrem Ruderboot „Bifröst“ erzählte die 36-Jährige – unterstützt von eindrucksvollen Bildern und Kurzfilmen. Unter den Zuhörern waren auch inhaftierte Frauen aus der JVA für Frauen, die gebannt den Ausführungen von Janice Jakait lauschten. Die Autorin des Buches „Tosende Stille. Eine Frau rudert über den Atlantik und findet sich selbst“ erzählte zwei Stunden von ihren Erlebnissen, Erfahrungen und Erkenntnissen, die diese Reise mit ihr gemacht hat. Weiterhin signierte sie im Anschluss viele Bücher und beantwortete geduldig alle Fragen. Fazit: Ein unvergesslicher Abend für alle Beteiligten.


  

  

  



 

Marcel Rosenbach berichtet über NSA-Enthüllungen


 

Gebannt lauschten die Zuhörer im Forum der Ludgerus-Schule den Ausführungen von Autor Marcel Rosenbach (l.), der mit Moderator Stefan Freiwald über die Enthüllungen von Edward Snowden zu den Überwachungen der NSA sprach.Fotos: Katharina Jording

Der Totalverlust der Privatsphäre

Vechta, 20.11.2014

Wir alle sind Ziel staatlicher Überwachung – diese Tatsache wurde durch Edward Snowden im Sommer 2013 aufgedeckt. Wie weitreichend die Enthüllungen des bekannten Whistleblowers sind, erfuhren die Zuhörer des Vortrags von Spiegel-Redakteur und Bestseller-Autor Marcel Rosenbach am Dienstagabend in der Ludgerus-Schule in Vechta. Das Bildungswerk Vechta und die Buchhandlung Vatterodt hatten zu dieser besonderen Veranstaltung eingeladen. „Der NSA-Komplex. Edward Snowden und der Weg in die totale Überwachung“, heißt das Buch, das Rosenbach gemeinsam mit seinem Kollegen Holger Stark verfasst hat. Der Moderator des Abends, Stefan Freiwald, und Marcel Rosenbach hatten sich für einen Dialog statt einer Lesung entschieden. Was zwischen den Buchdeckeln des Bestsellers steht, berichtete der Journalist frei und sehr wortgewandt und gab auf die zahlreichen weiterführenden Fragen aus dem Publikum versiert über zwei Stunden Auskunft.

Die umfangreichen Informationen, die die NSA-Dokumente von Edward Snowden enthalten, wurden den Zuhörern auf vielfältige Weise deutlich gemacht. „Haben Sie ein Smartphone?“, fragte Moderator Stefan Freiwald in die Runde. „Wussten Sie, dass das für die NSA-Mitarbeiter eine Wanze ist?“ Auch Marcel Rosenbach räumte ein, dass er mit seinem eigenen Smartphone stetig Marken für ein Bewegungsprofil setze, z.B. bei seiner Anreise per Bahn. Auch jedes Adressbuch in einem Smartphone diene zur Kontaktanalyse, erläuterte er. Dadurch würden weitere Personen, deren Daten dort gespeichert sind, überwacht werden können: Ein Totalverlust der Privatsphäre. Viele Abhörprogramme, deren Existenz Edward Snowden öffentlich gemacht hat, wurden in der Veranstaltung angesprochen. Darunter „Tempora“, welches federführend vom britischen Geheimdienst GCHQ betrieben wird und auf das die NSA-Analysten vollen Zugriff haben. Dabei werden täglich Milliarden von Daten, die durch Glasfaserkabel von Europa nach Amerika gesandt werden, abgesaugt und alle Metadaten für drei Tage gespeichert. Oder „Prism“, die Überwachung von Internetdiensten wie Facebook, Google etc.

Leider gehöre die Überwachung, wo ein „Brummen in der Telefonleitung auf das Abhören hindeute, der Vergangenheit an“, meinte Rosenbach. „Die gegenwärtigen Überwachungen erfolgen lautlos und unbemerkt.“ „Was kann man gegen die totale Überwachung tun?“ – war die verständliche Frage aus der Runde. „So wie man Schlösser an die Haustüren macht, muss sich ein Bewusstsein für die Verschlüsselung der eigenen Daten entwickeln“, so der Tipp des Spiegel-Redakteurs. Privatsphäre sei ein hohes Gut, das es zu verteidigen gelte.



(v. l.) Moderator Stefan Freiwald, Stephan Blömer vom Bildungswerk Vechta, Autor Marcel Rosenbach und Buchhändlerin Elisabeth Vatterodt freuten sich über eine gelungene Veranstaltung.



Autor Marcel Rosenbach (l.) und Moderator Stefan Freiwald sprachen mehr als zwei Stunden über die Enthüllungen von Edward Snowden. Der Autor beantwortete dabei auch zahlreiche Fragen des interessierten Publikums zum „NSA-Komplex“.



Marcel Rosenbach signierte nach seinem Vortrag noch Bücher seines Bestsellers „Der NSA-Komplex. Edward Snowden und der Weg in die totale Überwachung“.


 

Bildungswerk Vechta kooperiert mit der Frühförderung des Andreaswerkes


 

Stephan Blömer vom Bildungswerk Vechta (r.) und PARENS-Kursleiterin Bianca Bojert (Mitte) freuen sich mit Sabine Heitmann (l.), stellvertretende Leiterin der Frühförderung des Andreaswerkes, über die gemeinsame Kooperation.Fotos: Katharina Jording

„Ein Glücksfall für alle Beteiligten“

Vechta, 30.07.2014

Die Babymassage- und die PARENS-Kurse des Bildungswerkes Vechta haben ein neues Zuhause gefunden. Seit Juli 2014 treffen sich die Eltern mit ihrem Nachwuchs nicht mehr bei Beratung-Bildung-Blömer in der Welper Straße 21 in Vechta, sondern sind 400 Meter weiter in die Frühförderung des Andreaswerkes, Tannenhof 27, umgezogen. Das bedeutet für die kleinen und großen Kursteilnehmer und die Dozentinnen noch mehr Platz und vielfältigere Möglichkeiten bei der Begleitung der Kinder im ersten Lebensjahr. Alle Beteiligten vom Bildungswerk Vechta und der Frühförderung des Andreaswerkes sind mit der Zusammenarbeit sehr zufrieden. Auch die positiven Rückmeldungen der Eltern bestätigen die Kooperationspartner, die richtige Verbindung eingegangen zu sein.

Die Kooperation vom Bildungswerk Vechta und der Frühförderung des Andreaswerkes ist für uns ein Glücksfall“, erklärt Stephan Blömer, KEB-Pädagoge des Bildungswerkes Vechta. „Bereits seit Beginn des Jahres 2014 bieten wir Vorträge der Frühförderung in unserem Programm an. Mit unserer weiterführenden Zusammenarbeit konnten wir jetzt den Schritt machen, dass auch unsere kleinsten Teilnehmer und ihre Eltern davon profitieren können.“ Im Bewegungsraum der Frühförderung wird seit Anfang Juli eifrig massiert, gekrabbelt, getobt, gespielt und entdeckt. „Wir freuen uns, dass die Eltern und ihre Kinder unsere Räumlichkeiten so gut angenommen haben. Jetzt ist bei uns noch mehr los“, sagt Christoph Bräuer, Leiter der Frühförderung des Andreaswerkes. „Viele Eltern kannten unsere Einrichtung und unser Angebot bisher gar nicht“, ergänzt die stellvertretende Leiterin Sabine Heitmann. „Durch die Babymassage- und PARENS-Kurse haben wir schon jetzt viel mehr Kontakt zu jungen Familien bekommen.“

Auch ältere Kinder haben demnächst die Möglichkeit in der Turnhalle der Frühförderung des Andreaswerkes aktiv zu werden. Es werden ab September zwei Bewegungsspielgruppen für Kinder von sechs bis elf Jahren mit und ohne Einschränkungen angeboten“, ergänzt Stephan Blömer.

Die PARENS-Gruppenleiterinnen Stefanie Blömer und Bianca Bojert haben die ersten Kurse im Bewegungsraum gestartet und freuen sich ebenfalls über die neuen Möglichkeiten in der Frühförderung. PARENS ist ein Konzept der Katholischen Erwachsenenbildung (KEB), das Eltern mit ihren Kindern in den ersten Lebensjahren optimal begleiten will. Bisher fanden alle Kurse in der Praxis der Diplom-Sozialpädagogin Stefanie Blömer statt. Diese hat nun mehr Zeit, um in ihrer Praxis ihren Schwerpunkten Systemische Beratung, Marte Meo Therapie und Hypnose nachzugehen.

Allerdings werden die teilnehmenden Eltern der PARENS-Kurse auch weiterhin in die Welper Straße 21 eingeladen – zum Elternabend“, erklärt Stefanie Blömer. „Unsere PARENS-Kurse enthalten jetzt in jedem Block, der 10 Termine umfasst, einen Elternabend. Wir starten mit einem >Familientreffen<, danach gibt es einen Abend zum Thema >Vereinbarkeit Eltern, Kind und Partnerschaft<. Der dritte Elternabend steht unter dem Motto >Wie kann Erziehung und Beziehung gelingen: ein Einblick in die Aspekte der Marte Meo Methode<.“ Des Weiteren sind auch Elternschulungen, Workshops für Eltern und Vorträge bei Beratung-Bildung-Blömer geplant.

Wir freuen uns, gemeinsam jungen Familien einen Raum zur Entwicklung bieten zu können“, sagen die Kooperationspartner von Bildungswerk Vechta und der Frühförderung des Andreaswerkes.

Anmeldungen zu den Babymassage- und PARENS-Kursen sowie den weiteren Veranstaltungen nimmt das Bildungswerk Vechta unter Tel. 04441 99900 oder per E-Mail unter info@bw-vechta.de entgegen.




 

Bildungswerk Vechta präsentiert Ausstellung zum zweiten vatikanischen Konzil

 

Ludgerus-Schüler informieren sich

Vechta, 10.04.2013

Die Wanderaustellung zum zweiten vatikanischen Konzil macht Station in Vechta. Das Bildungswerk Vechta präsentiert sie an drei Standorten im Stadtgebiet. Erster Ausstellungsort ist die Ludgerus-Schule. Rektorin Berna Kleine Hillmann nutzte die Gelegenheit, sich mit einigen Schülerinnen und Schülern aus der neunten Klasse die Ausstellung im Forum anzusehen. Moritz Dettmer (v.l.), Henrik Grave, Jennifer Schönmaier, Luca Kathmann und Christine Mucker und lasen sich interessiert die vielen Informationen auf den Schautafeln durch. „Die Ausstellung ist für alle Schüler offen und wird in den Unterricht integriert“, erklärte die Rektorin. Weiterhin werde darüber gesprochen, wie junge Leute Kirche gestalten können. Die Ausstellung wird in der nächsten Woche vom 15. bis 19. April in der Langfördener Laurentiuskirche zu sehen sein. Dort lädt das Bildungswerk gemeinsam mit der Pfarrgemeinde St. Laurentius am Montag, 15. April, ab 19.30 Uhr zu einer Podiumsdiskussion ein. Abschließend wird die Ausstellung der Katholischen Erwachsenenbildung Regensburg vom 22. bis 26. April im Vechtaer Rathausfoyer gezeigt.

Weitere Informationen zur Ausstellung gibt es unter
www.vatikanum-ausstellung.de.